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Was sind Süßungsmittel?

Süßungsmittel ist der Oberbegriff für alle süßenden Substanzen. Darunter sind drei Kategorien zusammengefasst:

intense sweeteners sugar

Zucker

Unter diese Gruppe fällt insbesondere die Saccharose (Zucker), aber auch Monosaccharide wie Fructose und Glukose. Beispielsweise Honig gehört auch in diese Kategorie.

BENEO produces Intense Sweetener

Zuckeraustauschstoffe

Hierzu gehören in erster Linie die Zuckeralkohole (Polyole), wie z. B. Isomalt, mit besonderen Eigenschaften wie Kalorienreduktion, Zahnfreundlichkeit und Diabetiker-Eignung. Zuckeraustauschstoffe sind Bulk-Sweeteners und können Zucker in der Regel im Verhältnis 1:1 ersetzen.

intense sweetener

Intensive Süßstoffe

Diese haben grundsätzlich nur eine reine Süßungsfunktion und werden wegen ihrer in der Regel hohen Süßkraft nur in geringen Mengen dosiert. Süßstoffe sind meist nicht-kalorisch und werden oft miteinander kombiniert. Sie werden zudem häufig zum Aufsüßen von Polyolen benötigt.

Wussten Sie schon… ?

Können Süßstoffe Allergien auslösen?

Können Süßstoffe Allergien auslösen?

Süßstoffe werden oft verdächtigt, Allergien auszulösen. Bei einer Allergie reagiert der Körper, indem er vermehrt Antikörper bildet. Auslöser können z.B. Eiweißkomponenten sein. Doch ist das bei Süßstoffen der Fall?

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Können Süßstoffe Durchfall oder Blähungen verursachen?

Können Süßstoffe Durchfall oder Blähungen verursachen?

Süßstoffe haben keinerlei verdauungsfördernde Wirkung. Sie verursachen weder Blähungen noch Durchfall. Woher kommt also dieser Mythos?

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Sind Süßstoffmischungen "besonders" gefährlich?

Sind Süßstoffmischungen “besonders” gefährlich?

Süßstoffmischungen sind jedoch einzeln, wie auch in Mischungen gesundheitlich unbedenklich. Sie reagieren weder untereinander, noch greifen sie in die Stoffwechselprozesse des Körpers ein.

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ADI-Wert.

ADI steht für Acceptable Daily Intake. Der ADI-Wert definiert die akzeptable tägliche Aufnahmemenge eines Lebensmittelzusatzstoffes in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht, die ein Mensch ein Leben lang täglich ohne gesundheitliches Risiko verzehren kann.

ADI-Werte werden ermittelt von folgenden internationalen Expertengremien:

  • in der Europäischen Union der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss bei der EU-Kommission (Scientific Committee on Food, SCF)
  • international das JECFA-Committee (Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives), das von Ernährungs- und der Gesundheitsorganisation der Vereinten Nationen getragen wird (FAO; Food and Agriculture Organisation of the United Nations / WHO; World Health Organisation)
Der aus wissenschaftlichen Studien ermittelte “no effect level” (NOEL) wird um einen hohen Sicherheitsfaktor, in diesem Fall um das Hundertfache, verringert. Erst diese Menge definiert den ADI-Wert für den Menschen.
Die ADI-Werte sind Empfehlungen und keine rechtsverbindliche Vorschriften, werden aber in der Regel bei der Festlegung von Höchstmengen mit berücksichtigt.

ADI-Wert von Süßstoffen im Überblick (mg/kg Körpergewicht)

intense-sweetener-adi-value-table

(Values according to JECFA-evaluation)

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Wie wird der ADI-Wert von Süßstoffen festgelegt

Wie wird der ADI-Wert von Süßstoffen festgelegt?

Was ist ein ADI-Wert und wie wird der „Acceptable daily intake“ – also die „Akzeptierte tägliche Einnahme“ eines Zusatzstoffes, wie zum Beispiel bei Süßstoffen, genau festgelegt?

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Recht & Gesetz.

Der Einsatz von Süßstoffen in Lebens- und Arzneimitteln bedarf der ausdrücklichen Zulassung durch den Gesetzgeber. Voraussetzung für die Zulassung sind ausgedehnte, mit unter bis zu zehn Jahren dauernde, wissenschaftliche Untersuchungen, die die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Substanz unter Beweis stellen müssen.

Die Verordnung 1333/2008 gibt für Lebensmittelzusatzstoffe wie Süßstoffe u.a. folgendes vor:

  • Auflistung aller zugelassenen Lebensmittelzusätze
  • Darstellung der Reinheitskriterien
  • Funktionsgruppen von Lebensmittelzusätzen

Historie der Süßstoffe.

Antikes Rom: “SAPA”: Gewinnung aus vergorenem Wein, den man in Bleipfannen erhitzte und aus dem sich prachtvolle Kristalle abschieden.
Mitte 19. Jhd. (1841-1855): Entdeckung Thaumatin
1878/79: Entdeckung Saccharin
1887: Beginn Saccharin -Produktion bei Fahlberg List AG
1914 – 1945: Erster und Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit: starker Anstieg des Saccharin-Konsums: Saccharin wird aufgrund der Zuckerknappheit zum begehrten Gut.
1937: Entdeckung Cyclamat
1950: Abbott vermarktet Cyclamat kommerziell unter der Marke “Sucaryl”.
1963: Entdeckung Neohespiridin DC
1965: Entdeckung Aspartam
1967: Entdeckung Acesulfam K

1975: DiätVO erlaubt Einsatz von Saccharin und Cyclamat in bestimmten diätischen Lebensmitteln
1976: Entdeckung Sucralose
1980: gemeinsame technische Entwicklung der Sucralose durch Tate & Lyle und McNeil
1990: Zulassung von Acesulfam K & Aspartam in Deutschland
1994: Inkrafttreten der EU-Süßungsmittel-Richtlinie
1994: Zulassung von Neohesperidin in der EU
2004: Zulassung von Sucralose in der EU
2009: Zulassung von Neotam in der EU
2011: Zulassung von Steviolglycosiden (Stevia) in der EU
2014: Zulassung von Advantame in der EU

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